Wie KI Eggshell-Provisorien neu denkt – und warum Praxen und Labore jetzt umdenken sollten
Provisorien sind in der Zahnmedizin Routine. Und gleichzeitig ein Engpass. Zwischen Abdruck, Modellation und Anpassung vergeht oft mehr Zeit, als Praxen und Labore im Alltag haben. Der steigende Kostendruck und der Fachkräftemangel verschärfen die Situation zusätzlich. Immer häufiger steht die Frage im Raum: Wie lassen sich Provisorien effizienter herstellen, ohne Abstriche bei Qualität und Ästhetik zu machen?
Eine Antwort darauf liefert das junges Unternehmen DentalTwin aus dem Harz. Mit dem Produkt DentaTEMP hat das Start-up eine cloudbasierte Lösung entwickelt, die mithilfe künstlicher Intelligenz Eggshell-Provisorien in wenigen Minuten automatisch erstellt – vollständig digital, ohne CAD-Software, ohne Modellation.
Von der Scan-Datei zum fertigen Provisorium
Der Ablauf ist einfach: Nach dem Intraoralscan werden die Daten in die DentalTwin-Cloud hochgeladen. Dort berechnet eine speziell trainierte KI das patientenindividuelle Provisorium, das bis zu 14 Glieder stark sein kann. Das Ergebnis: eine STL-Datei, die direkt druck- oder fräsfähig ist. Kein Zwischenschritt, kein Export in andere Programme, kein manuelles Design.
Der Vorteil zeigt sich in Zahlen: Laut DentalTwin reduziert sich der Zeitaufwand für provisorische Versorgungen um rund 77 Prozent, von durchschnittlich 52 auf 12 Stunden pro Monat. Für viele Teams entspricht das einer wöchentlichen Zeitersparnis von etwa zehn Stunden. In einem Umfeld, in dem jede Fachkraft zählt, ist das ein spürbarer Faktor.
Präzision trifft Alltagstauglichkeit
Eggshell-Provisorien aus dem Workflow von DentaTEMP zeichnen sich durch ihre feine Wandstärke von 0,3 bis 0,6 Millimetern aus. Das ermöglicht stabile, ästhetische und zugleich leicht einsetzbare Konstruktionen. Durch die automatische Modellierung entfallen manuelle Fehlerquellen, auch Frakturen und Anpassungsprobleme treten seltener auf.
„Unsere KI ersetzt keine Zahntechniker:innen. Sie entlastet sie“, betont das Team von DentalTwin. „DentaTEMP wurde so entwickelt, dass es vorhandene Strukturen stärkt, nicht verdrängt.“ Genau dieser partnerschaftliche Ansatz ist Teil der Philosophie des Start-ups: Technologie als Assistenzsystem, nicht als Ersatz.
Weniger Aufwand, mehr spürbarer Nutzen
Ein weiterer Pluspunkt: DentaTEMP ist so konzipiert, dass es sich ohne Reibungsverluste in bestehende Strukturen einfügt. Die erzeugten STL-Dateien sind offen und damit mit allen gängigen CAD/CAM-Systemen kompatibel. Der Zugriff erfolgt über das Webportal, zusätzliche Schulungen oder Hardwareinvestitionen sind nicht notwendig. Auch wirtschaftlich bleibt die Lösung attraktiv: Mit etwa drei Euro pro Zahn ist der Einstieg klar kalkulierbar und flexibel im Abo- oder Pay-per-Use-Modell nutzbar.
Neben Effizienz und Wirtschaftlichkeit spielt Nachhaltigkeit eine Rolle. Der digitale Workflow reduziert Abfall und Transportwege deutlich, was sowohl ökologisch als auch organisatorisch an Bedeutung gewinnt.
Ein Werkzeug für die Zukunft – schon jetzt in der Gegenwart
Ob Praxis oder Labor: DentaTEMP will die Zahntechnik revolutionieren. Es ist ein smarter Partner, der die tagtäglichen Herausforderungen adressiert und Lösungen anbietet, die sofort spürbar sind: schnellere Abläufe, bessere Planbarkeit, weniger Nacharbeit. DentalTwin will damit ausdrücklich nicht die Arbeit an sich ersetzen, sondern gezielt Freiräume schaffen.
Für viele mag die KI-gestützte Fertigung von Eggshell-Provisorien nach Zukunft klingen. Doch mit DentaTEMP ist sie längst im Alltag angekommen, um ihn zum Vorteil aller Beteiligten zu verändern.
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Quelle:DentalTwin