Wirtschaftsnachrichten für Zahnärzte | DENTAL & WIRTSCHAFT
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db HealthCare – Unsere Expertise für Ihren Erfolg

Mehr als die Hälfte aller Ärztinnen und Ärzte, die eine Praxis eröffnen möchten, entscheiden sich für die Übernahme einer bestehenden Praxis. Gerade jetzt könnte dafür ein guter Zeitpunkt sein. Denn die Babyboomer-Generation geht in Rente und immer mehr Zahnarztpraxen suchen Praxisnachfolgerinnen und -nachfolger.

Für die meisten von ihnen bedeutet der Schritt in die Selbstständigkeit Neuland. „Wir machen gute Erfahrungen, wenn wir als spezialisierte HealthCare-Beraterinnen und -berater in einem Team aus Steuerberatungs- und Rechtsexpertinnen und -experten zusammen die Kundin oder den Kunden beim Praxiskauf begleiten. Mit einer kompetenten Beratung an der Seite wird es ihr oder ihm leichter fallen, die Weichen für das Praxismanagement zu stellen, eine Übernahmepraxis zu finden“, empfiehlt Markus Meuer, Leiter db HealthCare West.

Er berät seit 15 Jahren Ärztinnen und Ärzte auf ihrem Weg in die Selbstständigkeit. „Und sobald ein Übernahmeangebot für eine Praxis auf dem Tisch liegt, unterstützt das Team sie dabei, herauszufinden, wie eine optimale, auf ihre Situation abgestimmte Finanzierung aussehen könnte und ob sie sich angesichts ihrer voraussichtlichen Einnahmen- und Ausgabensituation die Finanzierung leisten können.“

Unterschiedliche Blickwinkel

Grundsätzlich gilt: Eine Praxis ist so viel wert, wie eine Nachfolgerin oder ein Nachfolger bereit ist, dafür zu zahlen. „Oftmals haben die Verhandlungsparteien unterschiedliche Vorstellungen vom Kaufpreis“, weiß Markus Meuer. Während die Verkäuferseite die Praxis als ihr Lebenswerk ansieht und eine emotionale Bindung zu ihrem Unternehmen hat, betrachtet die Käuferin oder der Käufer sie eher sachbezogen. Für sie bzw. ihn zählen in erster Linie die wirtschaftlichen Eckdaten der betriebswirtschaftlichen Auswertung, der Zustand und die Ausstattung der Praxis sowie ihre Lage, Wettbewerbssituation und Patientenstruktur.

Ein angemessener Kaufpreis liegt somit meistens irgendwo zwischen diesen Blickwinkeln. Und der Experte von db HealthCare ergänzt: „Für uns in der Beratung ist es wichtig, darüber hinaus die Gesamtfinanzierung im Auge zu behalten. Ein niedriger Kaufpreis kann für eine Käuferin bzw. einen Käufer interessant sein. Möglicherweise ist dies aber auch ein Hinweis darauf, dass unter anderem in der Vergangenheit wenig investiert wurde und mit der Praxis nur niedrige Umsätze zu erzielen sind, die ggf. nicht ausreichen, um neben der Rückzahlung des Darlehens die Lebenshaltungskosten der Ärztin oder des Arztes zu bestreiten.“

Was bestimmt den Kaufpreis einer Praxis?

Der Kaufpreis einer Praxis setzt sich aus zwei Komponenten zusammen: dem Goodwill-Wert und dem Substanzwert. Je nach Fachrichtung kann der Substanzwert variieren.

  • Der Goodwill-Wert spiegelt den in den nächsten Jahren zu erwartenden Umsatz wider. Dazu werden folgende Faktoren bewertet: der Patientenstamm und sein Ausbaupotenzial, die Erreichbarkeit der Praxis – dazu zählen auch Parkplätze und Barrierefreiheit, die Qualifikation des Personals und die bestehenden Organisationsstrukturen der Praxis.
  • Der Substanzwert entspricht dem Wert aller Gegenstände in der Praxis. Dazu zählen die Praxiseinrichtung, die medizintechnische Ausstattung und IT-Infrastruktur sowie deren Zustand, aber auch Verbrauchsmaterialien und Vorräte.

Zur Ermittlung von Goodwill- und Substanzwert gibt es verschiedene Berechnungsmethoden. Je nach Verfahren variiert der ermittelte Kaufpreis. Daher ist es ratsam, bei der Übernahme einer Praxis mögliche Risiken und Chancen eingehend abzuklopfen, um auf dieser Grundlage zu einem „eigenen“ subjektiven Preis zu gelangen.

„Unser Ziel ist es, rasch Klarheit über den Kaufpreis zu erhalten, damit eine Finanzierung zügig entwickelt werden kann“, so der db HealthCare-Berater. Oftmals spielt in dieser Phase der Praxisübernahme auch der Faktor Zeit eine ausschlaggebende Rolle, vor allem wenn es von mehreren Seiten Kaufinteresse für dieselbe Praxis gibt. „Wir kennen den Zeitdruck, unter dem die Käuferinnen und Käufer manchmal stehen. Daher liegt uns viel daran, unseren Kundinnen und Kunden zeitnah eine verbindliche Finanzierungszusage geben zu können.“

So setzt sich der Kaufpreis einer Praxis zusammen:

Goodwill-Wert

  • Bisheriger Patientenstamm und Ausbaupotenzial
  • Erreichbarkeit und Zugang der Praxis: Parkplätze, Barrierefreiheit
  • Qualifikation und Alter des Personals
  • Bestehende Organisationsstrukturen und Kooperationen

Substanzwert

  • Praxiseinrichtung und deren Zustand
  • Vorhandensein und Zustand von medizintechnischen Geräten
  • IT-Infrastruktur: Hard- und Software
  • Verbrauchsmaterialien und Vorräte

Gut beraten beim Kaufpreis

Wer eine Praxis übernehmen möchte, sollte sich mit versierten Partnern wie Vertreterinnen und Vertretern von Berufsverbänden und Expertinnen und Experten von Banken, z. B. den db HealthCare-Beraterinnen und -Beratern der Deutschen Bank, austauschen, um einen Kaufpreis besser einschätzen zu können. Es ist außerdem empfehlenswert, bei Übernahmeverfahren Rechtsanwaltskanzleien oder Steuerkanzleien hinzuzuziehen, die auf das Gesundheitswesen spezialisiert sind. Sie sind in der Lage, das wirtschaftliche Potenzial, den Patientenstamm der Übernahmepraxis zu bewerten.

Sie prüfen die Praxis, deren Verträge und Strukturen, um eine fundierte Bewertung des Kaufpreises vornehmen zu können und mögliche Risiken zu minimieren. Sie unterstützen zu einem späteren Zeitpunkt auch bei allen Fragen der Zulassung und helfen dabei, einen auf die persönlichen und beruflichen Bedürfnisse abgestimmten Kauf- und Übernahmevertrag zu gestalten.

Das passende Finanzierungsmodell entwickeln

„Kommt eine Kundin bzw. ein Kunde zu dem Schluss, dass der Kaufpreis für die Wunschpraxis angemessen ist, entwickeln wir gemeinsam ein individuelles Finanzierungsmodell, und dies möglichst zeitnah und mit einer verlässlichen Finanzierungszusage. Unsere Erfahrung zeigt, dass Schnelligkeit und Verbindlichkeit zu diesem Zeitpunkt enorm wichtig sind, um die Praxisübernahme abschließen zu können“, resümiert Markus Meuer. „So individuell die Anforderungen der Ärztinnen und Ärzte, so vielfältig sind unsere Finanzierungsangebote – von bankeigenen Mitteln bis zur Vermittlung öffentlicher Finanzierungsformen. Denn eine solide Finanzierung ist eine wesentliche Voraussetzung für den Erfolg.“

Ein durchdachtes Finanzierungskonzept sollte

  • die Besonderheiten der jeweiligen Praxis und spezifische Anforderungen des Vorhabens berücksichtigen,
  • ein breites Spektrum an Finanzierungsmöglichkeiten in Betracht ziehen,
  • Fördermittel nutzen,
  • Sicherheit geben,
  • die Ärztin oder den Arzt keinem zu hohen finanziellen Druck aussetzen sowie
  • möglichst zeitnah und mit einer verlässlichen Finanzierungszusage entwickelt werden.

Eine weitere wichtige Frage für die Praxisnachfolge ist: Wie soll die Praxis weitergeführt werden? Bleibt alles beim Alten oder entwickelt die Nachfolgerin bzw. der Nachfolger ein völlig neues Praxiskonzept? „Oftmals möchte die Praxisnachfolge aufgrund ihrer medizinischen Qualifikationen das Leistungsportfolio verändern und neue Therapien anbieten“, berichtet Markus Meuer.

„Das kann bedeuten, dass zunächst weitere Investitionen in die Praxisinfrastruktur und in die Medizintechnik erforderlich sind. Andererseits kann das neue Praxiskonzept auch das Leistungsvolumen erhöhen. Das wiederum wirkt sich förderlich auf die Kapitaldienstfähigkeit aus.“

Für Zahnärztinnen und Zahnärzte sowie Ärztinnen und Ärzte mit Übernahmewunsch gibt es spezielle Kreditformen und staatliche Förderprogramme, um die Finanzierung der Praxis zu ermöglichen. Sprechen Sie dazu Ihre Beraterin oder Ihren Berater von db HealthCare an und vereinbaren Sie einen ersten Beratungstermin. Wir freuen uns auf Sie.

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Kathrin Kolbe

Kathrin Kolbe

Direktorin db HealthCareDeutsche Bank
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