ZA eG und DZV setzen Impulse für die Zukunft der Zahnmedizin
Marzena SickingDie ZA-Zahnärztliche Abrechnungsgenossenschaft eG und der Deutsche Zahnärzte Verband e. V. haben bei einem gemeinsamen Veranstaltungstag in Ratingen wirtschaftliche Entwicklungen, neue Unterstützungsangebote für Praxen und Perspektiven für die zahnärztliche Versorgung diskutiert.
Am 12. Juni 2026 haben die ZA-Zahnärztliche Abrechnungsgenossenschaft eG (ZA eG) und der Deutsche Zahnärzte Verband e. V. (DZV) erneut zu einem gemeinsamen Veranstaltungstag ins Stuckhotel Fettehenne in Ratingen eingeladen. Unter dem Motto „Ein Tag, der wirkt. – Vernetzen, verstehen, vorankommen!“ vereinte das Format die Generalversammlung der ZA eG, die Mitgliederversammlung des DZV sowie eine Spezialausgabe von „ZA:vor Ort | DZV-Spezial“.
ZA eG baut Unterstützungsangebote für Zahnarztpraxen weiter aus
Im Mittelpunkt der Generalversammlung der ZA eG standen die wirtschaftliche Entwicklung und der weitere Ausbau von Angeboten zur Unterstützung der Zahnärzteschaft. Nach Angaben der Genossenschaft verzeichnen das Abrechnungsbüro, das Personalbüro und die Coaching-Angebote ein starkes Wachstum. Die ZA eG sieht darin eine Bestätigung ihrer Strategie, Praxen in Zeiten des Fachkräftemangels gezielt zu entlasten und weiterzuentwickeln.
Das Abrechnungsbüro habe sich als Bestandteil effizienter Praxisführung etabliert. Die Nachfrage bleibe hoch, das Gesamtwachstum habe gegenüber dem Ausgangspunkt den Faktor 6 erreicht. Mit dem Personalbüro ergänzt die ZA eG ihr Angebot um operative Personalarbeit. Externe HR-Expertinnen und -Experten unterstützen Praxisinhabende dabei als ausgelagertes Personalteam.
„Abrechnung und Personalmanagement sind Kernaufgaben, die Zeit und Expertise binden – Zeit, die in der Patientenversorgung fehlt. Genau hier setzen wir an: Wir übernehmen, was fachfremd ist, damit die Kollegen das tun können, was sie wirklich ausmacht", so Dr. Andreas Janke, Vorstandsvorsitzender der ZA eG.
Coaching-Programme und Dividendenausschüttung im Fokus
Auch das Coaching-Angebot der ZA eG wurde auf der Veranstaltung hervorgehoben. Seit dem Start des durch Fördermittel gestützten Programms „Dental Hero Weeks“ im vierten Quartal 2025 sei die Nachfrage kontinuierlich gestiegen. Nach Angaben der ZA eG konnten bereits 25 Praxen in individuellen Programmen begleitet werden. Die Themen reichen von Abrechnung und Dokumentation über Teamführung und Mitarbeiterbindung bis hin zu Digitalisierung und Prozessoptimierung.
„Dass wir in weniger als einem halben Jahr bereits 25 Praxen durch ihre jeweilige individuelle Hero-Week begleiten konnten, zeigt, wie groß der Bedarf nach gezielter, bezahlbarer Unterstützung ist. Mit der staatlichen Förderung können wir echte Praxisentwicklung ermöglichen – für alle, unabhängig von Ort und Budget", betont Dr. Andreas Janke.
Ein weiterer Punkt war die Dividendenausschüttung. Nach Vorstellung der Unternehmenszahlen durch Finanzvorstand Tobias Wagner beschlossen die Mitglieder der Genossenschaft eine Ausschüttung in Höhe von 6 Prozent je Unternehmensanteil. Zudem blieb der Aufsichtsrat in seiner bisherigen Besetzung bestehen.
DZV-Spezial diskutiert Perspektiven für die zahnärztliche Versorgung
Am Nachmittag folgte die Mitgliederversammlung des DZV. Den fachlichen Höhepunkt des Tages bildete am frühen Abend das gemeinsame Afterwork-Event „ZA:vor Ort | DZV-Spezial“. Im Fokus stand das Thema „Zahnärztliche Versorgung im Wandel: Perspektiven aus Politik und Praxis“.
Martin Hendges, Ehrenvorsitzender des DZV, Dr. Andreas Janke, Vorstand der ZA eG, und Dana Tesch, Referentin und Praxiscoach der ZA eG, gaben Einblicke in aktuelle Entwicklungen, Herausforderungen und Lösungsansätze für Praxisinhabende.
Austausch und Vernetzung als zentrales Element
Beim anschließenden BBQ-Buffet klang die Veranstaltung in entspannter Atmosphäre aus. Der Abend bot Raum für persönliche Gespräche, Austausch und Vernetzung. Nach Einschätzung der Veranstalter zeigte der Tag erneut, dass die Zusammenarbeit von ZA eG und DZV wichtige Impulse für die Zukunft der Zahnmedizin setzen kann. Die hohe Beteiligung und die positive Resonanz der Teilnehmenden hätten dies unterstrichen.