Wirtschaftsnachrichten für Zahnärzte | DENTAL & WIRTSCHAFT
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Dr. Robert Gottlander verfügt mit mehr als vierzig Jahren Erfahrung in der Dentalindustrie über eine ausgewiesene Erfolgsbilanz bei der Entwicklung und Vermarktung von Dentallösungen. Im Interview spricht er über Neuheiten bei Neoss und darüber, wie der Zahnarzt und das gesamte Team von den Neoss-Lösungen profitieren kann.

Herr Gottlander, was hat sich in den letzten Monaten konkret verändert?

Neoss ist ein Unternehmen, das sehr intelligente und qualitativ hochwertige Lösungen entwickelt. In letzter Zeit haben wir uns darauf konzentriert, Lösungen zu entwickeln, die auf intelligenten Innovationen
basieren. Dabei haben wir sowohl den Zahnarzt als auch den Patienten im Blick. Letztendlich arbeiten wir gemeinsam an einem vorhersehbaren Resultat für den Patienten. Seit letztem Jahr bieten wir einen Intraoralscanner an, um den digitalen Workflow zu vervollständigen. Im September haben wir einen kabellosen Scanner und in Zusammenarbeit mit Osstell ein neues RFA-Gerät, NeoTell, auf den Markt gebracht. Außerdem haben wir einen neuen Workfl ow für die Behandlung von Patienten mit vollständig zahnlosem Kiefer eingeführt, den wir 4+ nennen.

In China sind wir mit Neoss China ins Direktgeschäft eingestiegen. Weltweit haben wir neue Vertriebspartner aufgenommen und werden dies auch weiterhin tun. In Zürich haben wir eine neue Geschäftsstelle eröffnet und einige neue Funktionen geschaffen. Sehr wichtig ist mir aber auch, dass wir unsere Aktivitäten im Bereich Ausbildung und Kommunikation verstärkt haben. Wir sind sehr aktiv mit
Webinaren sowie mit persönlichen Schulungs- und Informationsprogrammen. Unsere internen Schulungen sind strukturiert und zielgerichtet. Es ist interessant, dass sich nach so vielen Jahrzehnten in diesem Geschäft viele der Schlüsselfaktoren für den Erfolg nicht so sehr verändert haben. Wenn wir in den Kernbereichen keine gute Arbeit leisten, ist es egal, was wir sonst noch tun. Deshalb konzentrieren wir uns
im Bereich der Implantatlösungen stark auf die Schlüsselparameter.

Was zeichnet Ihre Implantatlösungen aus wirtschaftlicher Sicht aus?

Das ist eine sehr gute Frage. Als ich 1984 in die Branche kam, waren Implantate und Instrumente sehr teuer. Sie wurden nur von wenigen verwendet, und die Zahl der Patienten, die davon profi tieren konnten,
war begrenzt. Das ist heute ganz anders. Aber viele schauen immer noch nur auf den Preis des Implantats selbst – und nicht so sehr auf andere Faktoren wie die Dauer der Behandlung, die in der Klinik
vorrätigen Produkte, die Zeit für die Schulung des Personals und andere Faktoren, die mehr mit dem Cashflow und dem Wert der zur Verfügung stehenden Zeit zu tun haben. Der Unterschied liegt darin, dass
durch die intelligente Innovation von NeossOne – eine prothetische Plattform für die verschiedenen Implantate – die Gesamtzahl der Produkte auf 500 reduziert werden konnte. Der große Unterschied
liegt im Prothetiksortiment, wo man alle Fälle mit einem Abformpfosten/einem Scanabutment oder mit einer Abutmentgröße behandeln kann. Wir haben immer noch viele Wahlmöglichkeiten in Bezug auf Design, Höhe usw. – aber eben nur eine Plattform.

Ein weiterer wichtiger Mehrwert für das Praxisteam ist die Vielseitigkeit unseres Produktsortiments. Unser Instrumentarium umfasst sowohl chirurgische als auch prothetische Verfahren und ist nur etwa 1/3 so groß wie das vieler Wettbewerber. Das Prothetik-Kit richtet sich an Kliniker, die prothetisch arbeiten. Da wir nur eine Plattform haben, benötigen sie nur zwei Schraubendreher.

Diese Effizienz in Verbindung mit einer fairen Preisgestaltung bedeutet, dass die geringe Lagerhaltung wirtschaftlicher ist als bei vielen anderen Systemen. Unsere Kunden erhalten ein Premium-Produkt zu einem fairen Preis. Die Durchlaufzeit von Patient zu Patient ist sehr effizient, ebenso wie die Handhabung der Produkte und das Handling. Wir haben nachweislich 10 Jahre Nachbeobachtungsdaten mit
hervorragenden Ergebnissen und unser Bestellprozess ist sehr schnell. Wir kombinieren also eine sehr gute Wirtschaftlichkeit mit nachweislich vorhersagbaren Langzeitergebnissen.

Wie profitieren Ihre Kunden – und letztlich deren Patienten?

Genau darum geht es – um die Patienten. Es ist wichtig, dass wir Lösungen anbieten, die vorhersagbar sind und sehr lange halten. Wir haben Langzeitstudien, die das belegen. Die Hauptbestandteile des
Produkts, wie zum Beispiel die Oberfläche, sind seit über 10 Jahren die gleichen, und Langzeitstudien bestätigen die Ergebnisse. Unsere Produkte sind somit vorhersehbar und man kann ihnen vertrauen.

Das ist für den Berufsstand wichtig: mit einem Produkt und einem Unternehmen zu arbeiten, dem man vertraut. Außerdem bieten wir ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis, von dem Zahnarzt und Patient profitieren, ohne dass die Qualität der Behandlung darunter leidet. In diesem Sinne arbeiten wir auch in der täglichen Praxis wirtschaftlich und effizient. Unser Ziel ist es, intelligente und einfache Lösungen zu schaffen, die zu einer lebenslangen Mundgesundheit des Patienten führen.

Wir haben in Deutschland ein sehr erfahrenes und kompetentes Team.

Dr. Robert Gottlander

In den letzten Jahren gab es auch personelle Veränderungen. Wie ist Neoss für die Zukunft auf dem deutschen Markt aufgestellt?

Neoss-CEO Dr. Robert Gottlander. Foto: Neoss
Sandra von Schmudde, Geschäftsführerin D/AT. Foto: Neoss

Wir sind sehr gut aufgestellt. Wir haben in Deutschland ein sehr erfahrenes und kompetentes Team. Das gilt sowohl für den Außendienst als auch für das Innendienstteam in unserem Büro in Köln.

Ich freue mich sehr, dass Sandra von Schmudde sich entschieden hat, die Position der Geschäftsführerin zu übernehmen, um unsere Arbeit in Deutschland und Österreich zu leiten.

Sie hat sehr viel Erfahrung in der Dentalbranche gesammelt, zuletzt als Geschäftsführerin für Deutschland, Österreich und die Schweiz bei der Septodont GmbH. Sie verfügt über ausgezeichnete Kenntnisse auch im Implantatbereich und ich bin mir sicher, dass sie an die hervorragende Arbeit der Vergangenheit anknüpfen und die Neoss GmbH zu weiterem Erfolg führen wird. Unsere Zukunft ist jedenfalls vielversprechend.

Das Interview führte Carmen Bornfleth.