Wirtschaftsnachrichten für Zahnärzte | DENTAL & WIRTSCHAFT
News

Martin Komarnicki, Absolvent der Informatik an der Frankfurt University of Applied Sciences (Frankfurt UAS), wurde für seine Bachelor-Arbeit „Intelligente Bewegungsanalyse zur Optimierung der Zahnhygiene: Eine auf Künstlicher Intelligenz basierende Anwendung zur Erfassung von Hand- und Gesichtspunkten” mit dem Friedrich-Dessauer-Preises 2026 ausgezeichnet. Seine Arbeit zeigt, wie KI bei der Analyse des optimalen Zähneputzens helfen kann.

KI-Einsatz zur Optimierung der Zahnhygiene

Besonders bei Patientinnen und Patienten mit eingeschränkter manueller Geschicklichkeit oder neurologischen Erkrankungen gestaltet sich die gründliche Zahnpflege oft schwierig. Sein Ansatz: Moderne Technologien sollen den Betroffenen künftig helfen, das Zähneputzen zu trainieren und zu optimieren.

In seiner Bachelor-Arbeit entwickelte Martin Komarnicki dafür eine KI-gestützte Anwendung, die Bewegungen von Hand und Gesicht beim Zähneputzen analysiert und so zu einer besseren Zahnhygiene beitragen kann. Grundlage der Arbeit sind moderne Verfahren des maschinellen Lernens (ML, engl. Machine Learning) und der Bildverarbeitung.

Komarnicki untersuchte verschiedene KI-Modelle daraufhin, wie zuverlässig sie Hände, Gesichter und deren Bewegungen erkennen können. Dafür erstellte er einen eigenen Bilddatensatz und verglich die Modelle hinsichtlich Genauigkeit und Rechenaufwand. Zusätzlich prüfte er, wie sich die Ergebnisse durch verbesserte Bildverarbeitung weiter optimieren lassen.

„Der technische Anspruch der Arbeit ist als hoch zu bezeichnen. Das Themenfeld des maschinellen Lernens und fortgeschrittener Bilderkennungsmethoden zeichnet sich nicht nur durch seine ausgesprochene Aktualität innerhalb des Forschungsgebiets der Künstlichen Intelligenz, sondern auch durch seine Komplexität in ingenieurwissenschaftlicher Hinsicht aus”, erläutert Prof. Dr. Thomas Gabel, Professor für Informatik und Mathematik, der die Arbeit betreute. Zudem zeige die Arbeit, welches Potenzial intelligente Technologien für die Unterstützung im Alltag bieten.

Tatsächlich lassen sich mehrere interessante Anwendungen für den Dentalbereich aus der Arbeit ableiten. So könnten die Daten für eine digitale Putzanleitung genutzt werden, bei der optimale Bewegungsabläufe trainiert werden. Auch Anwendungen zur Demonstration in Zahnarztpraxen sind denkbar, ebenso wie eine App zur Dokumentation des Putzverhaltens.

Stichwörter