Wirtschaftsnachrichten für Zahnärzte | DENTAL & WIRTSCHAFT
Checklisten
Inhaltsverzeichnis

Phase 1: Rechtliche Grundlagen & Verantwortlichkeiten klären

Grundlagen der regulatorischen Anforderungen

  • Ich kenne die grundlegenden Anforderungen an KI-Systeme im Gesundheitsbereich.

  • Ich weiß, dass KI‑Systeme je nach Einsatz unterschiedlich reguliert sein können.

  • Ich kann zwischen risikorelevanten Anwendungen (z. B. Diagnostik) und nicht‑medizinischen Workflow‑Tools unterscheiden.

  • Ich habe geprüft, ob ein geplantes KI‑System besondere Dokumentations‑ oder Prüfpflichten erfüllt.

  • Transparenz gegenüber Patienten ist organisiert (Hinweispflicht beim Einsatz von KI).

  • Interne Verantwortlichkeit festgelegt (z. B. Datenschutzbeauftragter, Projektleiter).

Datenschutz & Datensicherheit

  • Datenschutzfolgeabschätzung geprüft bzw. eingeplant.

  • Rolle des KI‑Anbieters geklärt (Auftragsverarbeiter / eigenständige Stelle).

  • Datenflüsse dokumentiert (Bilddaten, Patientendaten, Abrechnungsdaten).

  • Technische Schutzmaßnahmen bewertet (Verschlüsselung, Zugriffskontrolle).

  • Einwilligungs‑ oder Informationsprozesse angepasst.

  • Update- und Wartungspflichten des Systems geklärt.

Phase 2: Ist‑Analyse – Wo steht Ihre Praxis heute?

Digitale Grundausstattung prüfen

  • Praxissoftware ist aktuell und kompatibel mit Schnittstellen.

  • Digitale Bildgebung ist standardisiert (z. B. DVT, OPG, Intraoral).

  • Netzwerk & IT‑Sicherheit erfüllen Praxisstandards.

  • Cloud‑ oder On‑Premise‑Infrastruktur bewertet.

Team-Readiness ermitteln

  • Technikaffinität des Teams bewertet.

  • Schulungsbedarf erfasst.

  • Bedenken & Erwartungen im Team gesammelt.

Schmerzpunkte identifizieren

  • Hohe Zeitverluste in bildgebender Diagnostik?

  • Administrativer Aufwand steigt?

  • Terminbuchung / Recall ineffizient?

  • Patientenkommunikation aufwendig?

  • Abrechnung unvollständig oder fehleranfällig?

Phase 3: Potenzielle KI-Einsatzgebiete bewerten

Bereits etablierte Anwendungsfelder

  • Diagnostik & Bildauswertung (z. B. Karies, Knochenstrukturen)

  • Praxisorganisation & Terminmanagement

  • Automatisierte Dokumentation / Befundvorschläge

  • Abrechnungsunterstützung / Leistungsplanung

Teilweise verfügbare oder im Aufbau

  • Behandlungsplanung (z. B. Alignertechnik, Implantatplanung)

  • Qualitätsmanagement‑Automatisierung

  • KI‑gestützte Patientenkommunikation (Chatbots, Aufklärungstools)

Zukunftsfelder / Entwicklungen beobachten

  • Echtzeit‑Analyse während Eingriffen

  • Vollautomatische Abrechnungssysteme

  • KI‑gestützte Mitarbeitereinsatzplanung

  • Präventive Risiko‑Analytik für Patienten

Bewertungsfragen

  • Bringt die KI spürbare Entlastung?

  • Senkt sie Kosten?

  • Verbessert sie Diagnosesicherheit?

  • Optimiert sie Prozesse?

  • Passt sie zur Praxisgröße?

Phase 4: Auswahl & Bewertung konkreter Anbieter

Anbieter-Check

  • Mindestens 3 Anbieter geprüft

  • Funktionsumfang verglichen

  • Schnittstellen zur Praxissoftware geprüft

  • Referenzen & Bewertungen berücksichtigt

Technische & organisatorische Anforderungen

  • Cloud vs. On-Premise geklärt

  • Support & Servicelevel getestet

  • Updatezyklen und Weiterentwicklung sichergestellt

Datenschutz & Compliance

  • Vertrag zur Auftragsverarbeitung geprüft

  • Datenverarbeitung transparent

  • Audit- oder Prüfunterlagen verfügbar

Phase 5: Implementierung planen

  • Pilot‑Bereich definiert (z. B. nur Diagnostik oder nur Terminmanagement)

  • Zeitplan & Verantwortlichkeiten festgelegt

  • Team aktiv einbezogen (Workshops, Schulungstermine)

  • Erwartungen kommuniziert

  • Patiententransparenz sichergestellt (Hinweise, Aufklärung)

  • Dokumentation aktualisiert (z. B. Datenschutz, Prozesshandbuch)

Phase 6: Erfolg messen & skalieren

Erfolgskennzahlen definieren

  • Zeitersparnis (Vorher/Nachher)

  • Diagnosesicherheit / Zweitmeinungsquote

  • Terminauslastung

  • Patientenfeedback

  • Reduzierte Fehlerquoten (Dokumentation / Abrechnung)

Monitoring

  • Monatliche Evaluation

  • Rücksprache mit Team & Patienten

  • Technische Stabilität überwachen

Skalierung

  • Nach erfolgreichem Pilot: Roll‑out in weitere Praxisbereiche

  • Optional: Verknüpfung unterschiedlicher KI‑Tools für Gesamtsystem

Optional: Ergänzende Dokumente, die hilfreich wären

  • Kurzer Patientenhinweis „KI wird in unserer Praxis eingesetzt…“

  • Team-Policy zum KI‑Einsatz

  • Interne Prozessbeschreibung

  • Übersicht aller KI‑Systeme inkl. Datenflüsse

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