Wirtschaftsnachrichten für Zahnärzte | DENTAL & WIRTSCHAFT
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Frauen stellen die Mehrheit der angehenden Zahnmedizinerinnen und Zahnmediziner. Der Weg in die eigene Praxis folgt aber noch dem Lebenslauf von früher. Bleibt das so, droht ein Versorgungsproblem. 2024 waren laut Statistischem Bundesamt 73,5 Prozent der Studienanfängerinnen und Studienanfänger im Fach Zahnmedizin Frauen. Von 1.801 bestandenen Staatsexamen legten 1.210 Frauen ab. Bei den Promotionen standen 568 Frauen 280 Männern gegenüber.

Der übliche Weg sieht so aus: Studium in der Regelstudienzeit, breite Assistenzzeit, Niederlassung mit Anfang dreißig, meist als Vollkauf einer Einzelpraxis. Eine Familie kommt darin vor, wird aber am Rand organisiert. Vorgeschrieben ist das nirgends. Es steckt in der Beratung, in Finanzierungsrechnern und in Nachfolgebörsen.

Wo sich die Wege trennen

Charlotte Glienke forscht an der Universität Witten/Herdecke zu Karrierewegen von Frauen in Führungspositionen. Bis zum Ende der wissenschaftlichen Qualifikation verlaufen die Wege parallel. Danach trennen sie sich an drei Stationen: in der Assistenzzeit, beim Bankgespräch und bei der Praxisgründung. „Die Frage lautet also nicht mehr, ob der Berufsstand weiblicher wird. Er ist es bereits. Sie lautet, ob die Strukturen dieser Realität gewachsen sind“, sagt Glienke.

Die Forschung nennt das „Leaky Pipeline“: Mit jeder Stufe sinkt der Frauenanteil. Selten entsteht das durch offene Diskriminierung. Glienke spricht vom „Second-Generation Gender Bias“. Gemeint sind Prozesse, die für alle gleich aussehen, aber nicht für alle gleich wirken.

Ein Versorgungsproblem mit Ansage

Wer die Praxisführung meidet, weil der Weg dorthin zu umständlich wirkt, wählt eher Anstellung oder MVZ. Dagegen spricht nichts. Problematisch wird es, wenn unternehmerische Verantwortung deshalb aus den Praxen abwandert, genau dann, wenn der Nachwuchs sie übernehmen könnte.

Sichtbar weiblich: Whitepaper und Eventreihe im Herbst

Die Initiative „Zahnmedizin. Sichtbar weiblich." von BFS schafft einen Ort, an dem Erfahrungen, Fragen und Geschichten aus der Praxis geteilt werden. Sie stellt für alle, die die Zukunft der Branche gestalten wollen, Tipps, Checklisten und Whitepaper zur Verfügung. Diese stehen unter meinebfs.de/sichtbar-weiblich bereit. Dort sind auch die Termine der dreiteiligen Eventreihe „Leadership Lab“ mit Charlotte Glienke zu finden. Der erste Termin startet am 29. Oktober 2026.

Über BFS

BFS health finance ist ein deutscher Finanzdienstleister mit Sitz in Dortmund. Mit über 500 Mitarbeitenden optimiert BFS health finance das Gesundheitswesen seit 40 Jahren. Der Taktgeber in der Gesundheitsbranche bietet neben Factoring auch Consultinglösungen wie Abrechnungsberatung, Prozessoptimierung, externe Abrechnungsservices, Existenzgründungspakete und digitale Services an. Als Abrechnungsexperte setzt BFS health finance immer neue Maßstäbe in der Branche und verfolgt das Ziel, das Gesundheitswesen in Deutschland patientenorientierter mitzugestalten. Immer sicher, zuverlässig und persönlich.

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